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Dich klein zu machen nützt der Welt nicht

January 3, 2017

Liebes Leben, noch nie hatte ich zum Jahreswechsel ein so schwermütiges Gefühl. Noch nie war mir so klar, wie gut es uns und wie schlecht es vielen anderen gleichzeitig geht. Ich glaube mit eigenen Kindern ändert sich das Bewusstsein. Ich fühle die Kostbarkeit des Lebens, seine Einzigartigkeit und vor allem seine Vergänglichkeit.

 

 

Das Jahr war wunderschön, aber auch anstrengend. Drei kleine Mäuse, unserer Hausbau und mein Wiedereinstieg in die Freiberuflichkeit haben unseren Alltag turbulent gemacht und die Zeit in atemberaubendem Tempo verfliegen lassen. Die furchtbaren Dinge, die in der Welt geschehen sind, habe ich aufgenommen. Manches hat mich enorm aufgewühlt, anderes weniger. Und vieles habe ich einfach nur „abgelegt“. Manchmal ist einfach keine Kraft für mehr da.

 

Ich weiß, dass es großartig wäre, sich zu engagieren um die Welt besser zu machen. Aber mir fehlt einfach die Energie dazu. Manchmal macht mich das traurig und das schlechte Gewissen breitet sich aus. Da draußen gibt es soviel Ungerechtigkeit, Gewalt und Elend. Aber nur so wenig Empörung. Und noch weniger echte Hilfe. Dieser Weltschmerz ist schrecklich  – und ja, ich bin auch nur eine von denen, die nichts tun.

 

Aber wenn ich in mich gehe sehe ich, was ich alles schon erreicht habe. Was heißt denn hier: „Ich schaffe nicht mehr?“ Ich schaffe doch so viel! Ich bin eine Mama. Ich habe drei wundervollen Kindern das Leben geschenkt und gebe ihnen ein geborgenes Zuhause. Jeder der in einer Familie mit Kindern lebt weiß, wieviel Kraft dieser Frieden kosten kann.

 

Es gibt Tage, da bin ich schon froh, wenn wir es hinbekommen Kind 1 nach A, Kind 2 nach B und Kind 3 nach C zu bringen und dabei Rucksäcke, Postmappe, Wachlappen, Obstdose und Abholzettel nicht zu vergessen, während der Kundentermin wartet, der Maurer vor der Tür steht, das Auto eigentlich in die Werkstatt muss und im Kühlschrank auch schon wieder gähnende Leere klafft. Die Schwermut über das Weltgeschehen kann dabei nicht helfen. Was hilft sind gute Gedanken, Zusammenhalt und ein paar Umarmungen zwischendrin.

 

Als unsere Kinder meine traurige Stimmung vor den Festtagen bemerkten, fragten sie mich nach dem Grund. Ich erklärte ihnen, dass es mir schwerfalle die Ungerechtigkeit auf der Welt zu ertragen. Da fragten sie, was sie selbst tun könnten und beschlossen kurzum, auf unseren obligatorischen großen Weihnachtsmarkttag zu verzichten. Stattdessen wollten sie das Geld spenden.

 

 

 

Ich war total gerührt, denn ich hatte sie nicht im Geringsten überredet. Es kam ganz von ihnen selbst. Und sie hatten echte Freude an ihrer Hilfe, obwohl sie dafür auf Riesenrad, Mutzen, Karussell und vieles mehr verzichteten. Sie ließen keine Ruhe, bis das Geld nicht überwiesen war. Da wurde mir klar: Diese wunderbaren Wesen kommen von uns. Wir haben so viel geschafft! Es macht keinen Sinn, dass eigene Licht unter einen Scheffel zu stellen.

 

 

Dazu ist mir ein Auszug einer Rede von Nelson Mandela wieder eingefallen:

 

 

"Unsere tiefste Angst ist es nicht,

ungenügend zu sein.

 

Unsere tiefste Angst ist es,

dass wir über alle Maßen kraftvoll sind.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,

das wir am meisten fürchten.

 

Wir fragen uns, wer bin ich denn,

um von mir zu glauben, dass ich brillant,

großartig, begabt und einzigartig bin?

Aber genau darum geht es,

warum solltest Du es nicht sein?

 

Du bist ein Kind Gottes.

Dich klein zu machen nützt der Welt nicht.

Es zeugt nicht von Erleuchtung, dich zurückzunehmen,

nur damit sich andere Menschen um dich herum

nicht verunsichert fühlen.

 

Wir alle sind aufgefordert, wie die Kinder zu strahlen.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes,

die in uns liegt, auf die Welt zu bringen.

Sie ist nicht in einigen von uns,

sie ist in jedem.

 

Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen,

geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis,

das Gleiche zu tun.

 

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,

befreit unser Dasein automatisch die anderen."

 

Besser als dieser große Mann kann man es wohl nicht ausdrücken. In diesem Sinne:

 

Lasst Euer Licht erstrahlen und passt gut auf Euch auf!

 

 

 

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